glänzender See auf dem Saturnmond Titan entdeckt

Aktuelles aus der Welt der Astronomie: Sterne, Astronomie, Astroinfo, Planeten, Kometen usw.

Moderatoren: Systembot, Mistrinanka, Hostmaster


AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 390

glänzender See auf dem Saturnmond Titan entdeckt

Ungelesener Beitrag#1von Hostmaster » Freitag 18. Dezember 2009, 00:17

Der Saturnmond Titan ist größer als der Erdmond und der einzige Mond in unserem Sonnensystem, der über eine dichten Atmosphäre verfügt. Diese verhindert, wie bei der Venus, den Blick auf die Oberfläche, lediglich in wenigen so genannten "atmosphärischen Fenstern" ist es möglich, Details der fast minus 180 Grad Celsius kalten Eisoberfläche erfassen zu können, Infrarotstrahlen durchdringen dann den Dunst. Mit Hilfe der Saturnsonde Cassini fanden die Wissenschaftler interessante Einsichten auf die Oberfläche Titans, insbesondere nahe des Nordpols.

Durch die Radarmessungen der Sonde konnte nämlich jüngst die Hypothese verifiziert werden, daß Gewässer die Oberfläche des Titan ausmachen. Selbstverständlich nicht in Form von Wasser, sondern vielmehr der Alkane Methan und Ethan. Auf dem minus 180 Grad kalten Saturnmond liegen diese Gase in flüssiger Form vor. Den Beweis dafür erbrachten Berliner Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Auf den Bildern eines Spektrometers an Bord von Cassini wurde ein helles "Glänzen" registriert, wie es durch Reflektion des Sonnenlichts auf einem See entsteht.

Der See mit der spiegelnden Oberfläche nahe des Nordpols heißt Kraken Mare. Bereits während des 59. Titan-Vorbeifluges am 8. Juli 2009 am Titan war bekannt, daß die Ausdehnung von Kraken Mare die des Kaspischen Meeres übertreffen würde. Die DLR-Forscher gehen davon aus, dass der See vollständig mit Flüssigkeit angefüllt ist. Eine Eisfläche würde, bedingt durch die Rauhheit ihrer Oberfläche das Licht nicht dermaßen stark reflektieren.


Ein Vergleich der VIMS-Messungen mit Cassini-Radaraufnahmen von früheren Vorbeiflügen der Saturnsonde scheinen die Vermutung zu bestätigen, dass es sich bei der Erscheinung um eine Spiegelung an einer glatten Oberfläche nahe der südlichen Küstenlinie des Kraken Mare handelt, das in der nördlichen Hemisphäre bei 71 Grad Nord und 337 Grad westlicher Länge liegt. Nur wenn die Sichtgeometrie in der Spiegelreflexion liegt, nimmt das Infrarotsignal bei 5 Mikrometern über einer glatten Fläche markant zu. Die Fläche, bei der dies der Fall ist, deckt sich mit Gebieten, die in den Radarmessungen sehr dunkel sind, was ebenfalls auf relativ glatte Regionen hindeutet.

Quelle 1: fr-online.de

Quelle 2: dlr.de
Fünf sind geladen, Zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.
Benutzeravatar
Hostmaster
Site Admin
Site Admin
 
Beiträge: 2596
Registriert: 10.2007
Barvermögen: 13.654.424,56 Funnies
Bank: 170.622.966,00 Funnies
Wohnort: Hamburg
Danke gegeben: 28
Danke bekommen: 36x in 36 Posts
Highscores: 95
Geschlecht: männlich
Trivagonist: Ja
Trivago-Username: NangaParbat
Reiseziele: Finnland, Kambodia, Kanada, China.
Urlaubsaktivitäten: Wandern, Photographieren, Angeln, Fossilien sammeln, Tauchen, Museen abklappern.
Kultur: Ist mir wichtig
Mobilität: Viel vom Land sehen

Zurück zu "Hostmaster´s Astro-Treff"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Besucher kamen durch folgende Suchbegriffe auf diese Seite:

saturnmond titan

titan mond

mond titan

Cassini Titan See

Kaspische see

Titan (Mond)
cron
web tracker