Der Asteroid "Lutetia", der mehr als 150 Millionen Kilometer außerhalb der Erdbahn innerhalb des Asteroiden-Hauptgürtels die Sonne umkreist, wurde im November 1852 von dem deutschen Astronomen Hermann Mayer Salomon Goldschmidt in Paris, dessen früher Name in der Antike Lutetia war, entdeckt. Der Durchmesser des Asteroiden beträgt 96 Kilometer.
Im März 2004 ist die Raumsonde Rosetta vom Weltraumzentrum Kourou in Französisch-Guayana aus in das All gestartet. Ihr entfentestes Ziel ist der 1969 entdeckte Komet Tschurjumov-Gerasimenko, der in vier Jahren, im Mai 2014, erreicht werden soll. Weil kein Raketenantrieb zur Verfügung steht, der für die weite Reise geeignete Leistung zur Verfügung stellen würde, holte die Sonde mehrfach Schwung durch das [urlhttp://www.jpl.nasa.gov/education/index.cfm?page=168]Absolvieren eines Swing-by-Manövers[/url].
Am 10. Juli soll Rosetta in einem Abstand von nur 3.200 Kilometern an "Lutetia" vorbeifliegen und ihn zwei Stunden lang untersuchen, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde Esa in Darmstadt mit. Die Experten hoffen auf den Empfang umfangreicher Daten und zahlreicher Bilder.
Medienvertreter können die Begegnung von Rosetta mit dem Asteroiden Lutetia am 10. Juli im Satellitenkontrollzentrum der ESA in Darmstadt von 18–23 Uhr MESZ live mitverfolgen. Erste Aufnahmen des Asteroiden werden für den späten Abend erwartet. Außerdem stehen Experten für Interviews zur Verfügung.
Esa.int




