Archäologen haben bei Herbertingen (Baden-Württemberg) ein keltisches Fürstengrab aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus geborgen. Das vier mal fünf Meter große Kammerschachtgrab im Umfeld der Heuneburg ist ihren Angaben nach bemerkenswert gut konserviert. Das Grab enthält umfassende Schmuckbeigaben aus Gold, Bernstein, Bronze sowie aus Pechkohle. Aufgrund der Schmuckbeigaben gehen die Archäologen davon aus, daß es sich um das Grab einer Adligen handelt. Die in der Vergangenheit erschlossenen Gräber im Gebiet der Heuneburg waren stets von Grabräubern geplündert worden.
Die Bergung der Grabkammer als Ganzes war ein anspruchsvolles Projekt: Zwei Schwerlastkräne bargen sie samt Inhalt und setzten sie auf einen Tieflader. Der Block hat eine Größe von sechs mal siebeneinhalb Metern und wiegt in etwa 80 Tonnen. Er wird in den Großraum Stuttgart transportiert, wo Experten das Grab in einem Labor genau analysieren wollen. Erste Forschungsergebnisse sollen im Juni 2011 zur Verfügung stehen.
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