Eine Studie, die an neu installierten Wasserhähnen im Johns Hopkins Hospital, die über eine Sensortechnik verfügen und somit berührungslos Wasser spenden, durchgeführt wurde ergab, daß diese übermäßig stark mit einem der gefürchtetsten Krankenhauskeime belastet waren. Herkömmliche Apparaturen mit getrennten Hähnen für Heiß- und Kaltwasser hingegen waren unauffällig.
"Neuer ist nicht notwendigerweise besser, wenn es um die Infektionskontrolle in Krankenhäusern geht, vor allem wenn es sich um die Abwehr von Gefahren durch Wasser übertragene Bakterien wie Legionella-Arten kommt", sagt Senior Studienleiterin und Spezialistin für Infektionskrankheiten, Lisa Maragakis, MD, MPH. "Neue Geräte, selbst Wasserhähne, sind in ihrer Form und ihrem Zweck gut durchdacht, haben aber das Potenzial für unbeabsichtigte Folgen, konstant überwacht werden müssen", sagt Frau Maragakis, Direktorin der Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle im Hopkins Hospital und ein Assistent Professor an der Johns Hopkins University School of Medicine.
Die Wissenschaftler untersuchten die Wasserhähne auf zwei Stationen der Klinik sieben Wochen lang. Es handelte sich dabei um zwanzig automatische Wasserhähne mit infrarotsensor, die sich einschalten, wenn man die Hände unter den Hahn hält, und um zwanzig herkömmliche Wasserhähne mit getrennten Ventilen für Warm- und Kaltwasser.
Die Forscher entnahmen aus den Auslässen Wasserproben und kultivierten diese. Dabei stellte sich heraus, daß die Hälfte der Proben aus den elektronisch gesteuerten Wasserhähnen mit Legionellen verseucht waren, die Dreharmaturen waren nur zu 15 Prozent legionellenbelastet.
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