
Erfinder des Ost-Ampelmännchens 82-jährig gestorben
Der Erfinder des ostdeutschen Ampelmännchens, Karl Peglau, ist im Alter von 82 Jahren in Berlin gestorben. Dies wurde vom Geschäftsführer der Ampelmann GmbH, Markus Heckhausen, heute bestätigt. Vor 48 Jahren hatte Peglau das Männchen in der DDR entworfen, das wegen seiner Dynamik selbst nach der Maueröffnung manches Ampelmännchen im Westen verdrängte, das etwas schmaler und statisch aussieht. 1996 überließ Karl Peglau Heckhausen die Nutzungsrechte an seiner Schöpfung. Bis zuletzt kam Peglau einmal wöchentlich ins Büro, beriet Mitarbeiter und lieferte Ideen zur Produktgestaltung. „Für ihn war es wichtig, dass er eine Aufgabe hatte“, sagte Heckhausen.
Der im sächsischen Bad Muskau geborene Peglau habe immer etwas ins Büro mitgebracht, erinnerte sich der Geschäftsführer der Ampelmann GmbH. Mitunter einen Blumenstrauß, mal Kuchen, mal Obst für Heckhausens Kinder. „Er hatte noch diesen altdeutschen Standard.“ Jeden Mitarbeiter habe er persönlich begrüßt. Inzwischen gibt es mehr als 400 Produkte rund um das Ampelmännchen. Als die grüne Figur nach der Wende abgeschafft werden sollte, zürnten die Fans des Kultobjektes und sie waren erfolgreich. Peglaus Männchen blieb den Fußgängern im Osten erhalten und schaffte es auch an manche Westkreuzung, vor allem im Westteil Berlins.
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