Grab des legendären Herrschers Cao Cao entdeckt

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Grab des legendären Herrschers Cao Cao entdeckt

Ungelesener Beitrag#1von Hostmaster » Montag 28. Dezember 2009, 15:43

Der Legende nach, hatte Cao Cao, der König des Wu Wei Reiches, der drei Reiche zwischen 208 bis 280 n. Chr. besaß, 72 Gräber gebaut, um die Pläne der Grabräuber zu durchkreuzen. Experten haben jedoch immer diese Geschichte angezweifelt und glaubten, daß es sich vielmehr um eine Erfindung handelte die zum Ausdruck brachte, daß Cao eine politische kluge Figur darstellte wie in der klassischen Geschichte der drei Reiche dargestellt. Jetzt legen sie Fakten offen, die die Legende mit soliden Beweisen widerlegen.

Archäologische Beamten bestätigten gestern die Entdeckung des Mausoleums von Cao Cao in Xigaoxue, einem Dorf in Anyang in der Provinz Henan, die, sehr zum Erstaunen vieler, in der Tat streng nach den Vorlagen gebaut wurde, wie sie im historischen Archiv hinterlegt sind.

"Die Ausgrabungen laufen bereits seit fast einem Jahr, und wir kommen mit einem weiteren Beweis. Aber auch auf das, was wir haben, basiert, können wir mit Sicherheit sagen, daß das Mausoleum Cao Cao zuzuordnen ist", sagte Guan Qiang, stellvertretender Direktor der Abteilung der Erhaltung des kulturellen Erbes innerhalb der staatlichen Verwaltung des kulturellen Erbes (SACH), während einer Pressekonferenz.

Experten gruben ebenfalls Knochen von drei Menschen aus, durch die ihr Alter bestimmt wrden konnte: Ein Mann von rund 60 Jahren, und zwei Frauen, eine um die 50 Jahre alt, die andere zwischen 20 und 25 Jahren. Experten glauben, daß es sich bei dem Mann um Cao handeln würde, bei der älteren Frau um seine Kaiserin. Sie wurden um das Jahr 230 herum bestattet, in der Nähe wurde die junge Frau begraben.

Das Grab wurde im Dezember letzten Jahres entdeckt, als Arbeiter in einem nahe gelegenen Meiler nach Schlamm gruben, um daraus Steine zu brennen. Die Entdeckung wurde nicht gemeldet und die lokalen Behörden erfuhren nur davon, weil sie Steintafeln mit der Inschrift "König von Wu Wei", Caos posthumer Referenz, von einigen Grabräubern beschlagnahmten. Nach Aussage des Vite-Direktors der Administration für Kulturrelikte in der Provinz Henan, Sun Yingmin, gaben die Grabräuber zu, die Tafeln aus dem Grab entwendet zu haben. Im Laufe der letzten Jahre haben Archäologen mehr als 250 Funde aus dem von Westen nach Osten angelegten Zwei-Kammer-Grab, das eine Fläche von 740 m² umfaßt, geborgen. Darunter befinden sich Gemälde mit Steinmalereien, die das soziale Leben zur Zeit des Cao wiederspiegeln, Steintafeln mit Inschriften religiöser Objekte und persönliche Gegenstände des Cao mit der Aufschrift "persönliche Gegenstände, die häufig von König Wu Wei benutz wurden", wie ein Gegenstand, der auf einem steinernen Kissen lag.

Hao Benxing, ein HPCRA Forscher, sagte, es sei schwer zu sagen, wenn das Mausoleum erstmalig von Grabräubern heimgesucht wurde, bevor der Schaden durch die jüngsten Grabräuber entstand. "Aber es ist klar, daß das Grab im Rahmen kaiserlicher Feierlichkeit und beispielsweise einem 40 Meter langen Tunnel zum Tor des Grabes gebaut wurde", sagte Hao.

Es ist auch klar, daß das Grab streng in Übereinstimmung mit historischen Aufzeichnungen angelegt und gebaut wurde. Cao befahl daß sein Grab "auf nicht-landwirtschaftlichen Hochland, unter Verzicht auf eine Pyramidenform, eines Hügels oder einer Pflanzung" und "ohne Schätze an Gold und Jade" angelegt werden sollte, fügte Hao hinzu.

Die Tatsache, daß das der Standort des Grabes nur wenige Kilometer von Yecheng (südwestlich von Linzhang Komitat heutigen Provinz Hebei), dem historischen politische Zentrum des Wei Königreichs, angelegt worden ist, ist auch ein klarer Beleg dafür, daß es nach Ansicht des Archäologen Liu Qingzhu (Chinese Academy of Social Sciences), Cao's Grab ist.


In Yecheng erbaute Cao die berühmten Terrasse der bronzenen Spatzen, wo er Musiker und Tänzer auftreten ließ, um die Gäste im Rahmen eines Banketts zu unterhalten. Vor seinem Tod verfügte Cao, daß er sein Grab an einem Ort gebaut werden sollte, den seine Kinder von der Terrasse aus sehen konnten, immer wenn sie sich an ihn erinnern wollten, oder von wo aus er, wie ein Geist in der Unterwelt, die Aufführungen auf der Terrasse genießen konnte. "Die Steintafeln mit Inschriften der posthumen Stätte des Cao sind der stärkste Beweis", sagt Liu. "Niemand wollte und konnte so viele Reliquien mit Verweis auf Cao" in das Grab mitnehmen, es sei denn es war Cao selbst."

Experten sind sich einig, daß eine Auswertung des Mausoleums gerade erst begonnen hat und die weitere Forschung und Studien die historische Bedeutung der Entdeckung beweisen, angesichts der wichtigen Rolle, die Cao in der Geschichte spielte.

"Das Grab ist eine Kapsel aus der historischen Zeit, in der Cao gelebt hat", sagte Liu. "Zum Beispiel wird es als ein klarer zeitliche Bezugspunkt für viele andere Funde dienen, deren Alter sonst zu schwierig zu berechnen wäre." Da das Mausoleum eines Königs oft in der Mitte einer verbundenen Grabanlage gebaut wird, ist es wahrscheinlich, daß es viele Grabstätten in der Umgebung geben werde, fügte Liu hinzu.

Quelle: chinadaily.com.cn
Übersetzung: hostmaster

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Re: Grab des legendären Herrschers Cao Cao entdeckt

Ungelesener Beitrag#2von Mistrinanka » Montag 28. Dezember 2009, 20:10

Cao Cao hatte übrigens (mindestens) 25 Söhne mit 7 Frauen; allerdings war nur 1 davon seine ehefrau. Die anderen Damen waren Konkubinen. Nebenbei schrieb Cao Cao noch Gedichte, Sachbücher, technische Abhandlungen und Geschichten. Die Gedichte müssen die Kinder in China auch heute noch pauken.

Das Grab wurde übrigens schon geplündert - die Polizei ist auf der Suche nach den gestohlenen Gegenständen und den Dieben.
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