Das Mausoleum des deutschen Kaisers Wilhelm II. im niederländischen Doorn bekommt einen neuen Anstrich. Es ist das erste Mal seit dem Tod von Wilhelm II im Jahre 1941, dass das Mausoleum renoviert wird.
Der deutsche Kaiser Wilhelm II. ging 1918 auf den Rat seiner Generäle in die Niederlande. Der Kaiser floh aus seinem Land, weil der Erste Weltkrieg für Deutschland sehr ungünstig ausging und deshalb eine Revolution ausbrach in Berlin. Die Alliierten wollten Wilhelm II. als Kriegsverbrecher verfolgen. Der Kaiser floh deshalb in die neutrale Niederlande.
Am 9. November 1918 verkündete Reichskanzler Max von Baden die Abdankung von Wilhelm und dessen Sohn, dem Kronprinzen. Wilhelm II. unterzeichnete die Abdankungsurkunde in Schloss Amerongen, wo er bis 1920 lebte. Später zog er in das Haus Doorn, wo er bis zu seinem Tod (1941) lebte. Zum Anwesen gehört eine Parkanlage, wo sich das Mausoleum befindet, wo sein einbalsamierter Leichnam beigesetzt wurde. Er selbst hat verfügt, dass eine "Umbettung seiner Gebeine in deutsche Erde" erst nach der Wiedererrichtung der Monarchie in Deutschland durchzuführen sei.
Jetzt wird das Mausoleum als renoviert. Auch Haus Doorn bekommt einen neuen Anstrich. Die einstigen Wohnräume des Kaisers werden nach einander renoviert, so dass es für Besucher weiter auf bleiben kann. Zu den Renovierungsarbeiten gehören unter anderem das Ersetzen der Fenster, das Reparieren des Mauerwerks und Anstreicharbeiten.
Quelle:
historiek.net
Haus DoornVideo: Filmaufnahmen der Beisetzung vom 9. Juni 1941 in Doorn, Niederlande.