Das zierliche 3,2 Millionen Jahre alte Skelett namens "Lucy" ist eine der berühmtesten und komplett erhaltenen menschlichen Vorfahren. Aber man fand sie ohne Fußknochen, daher haben sich Forscher darüber gestritten, ob sie aufrecht ging wie wir es tun oder ob einige affenähnliche Anpassungen für das Klettern in Bäumen, ihre Gangart veränderten. Endlich wurde ein vierter, 3,2 Millionen Jahre alter Mittelfußknochen von einem Mitglied der Zeitgenossen Lucys gefunden.
Diese Zeitgenossen des weiblichen Urmenschens "Lucy" beherrschten vor 3.200.000 Jahren mit Sicherheit den aufrechten Gang. Das schlußfolgern amerikanische Forscher aus dem Fund eines Mittelfußknochens in Äthiopien. Er weise eine Form auf, die auch charakteristisch für die Fußknochen des modernen Menschen sei, schreibt das Forscherteam der Universitäten Arizona und Missouri im Wissenschaftsmagazin "Science".
Nach Auskunft der Entdecker vermag der Fund des
vierten Mittelfußknochens die langjährige Streitfrage klären, ob sich der Australopithecus afarensis vierbeinig fortbewegte und ausgeprägt auf Bäume kletterte oder bereits den Übergang zum aufrechten Gang absolviert hatte. Eben dieser gilt als wichtiger Schritt innerhalb der Evolution des Menschen.
Paläoanthropologe Jeremy DeSilva von der Universität Boston sagt, daß der neue Fußknochen, zusammen mit einem "Bauplan von anderen Funktionen der unteren Extremität" es wahrscheinlicher mache, daß A. afarensis ein "terrestrischer Zweibeiner war, der wenig Zeit in den Bäumen verbracht hat".
Entdeckt wurden sowohl "Lucy", als auch der vierte Mittelfußknochen AL 333-160 in der Grabungsstelle Hadar in Nordäthiopien im Afrikanischen Grabenbruch. Bei der Region handelt es sich um eine der wichtigsten und ergiebigsten bei der archäologischen Erforschung der Ursprünge des modernen Menschen.
Lucy Had a Spring in Her Step