Im Einkaufszentrum "Ridderhof" in Alphen aan den Rijn hat sich heute kruz nach zwölf eine Tragödie zugetragen. Ein bislang nicht-identifizierter Mann stürmte in die Shoppingmall und feuerte mit einem Maschinengewehr auf die Passanten. Bei dem Amoklauf starben mindestens sechs Personen, elf Personen wurden zum Teil schwerst verletzt. Nach Angaben des Bürgermeister, würden vier der Verletzten in Lebensgefahr schweben - die Zahl der Todesopfer könne sich noch erhöhen. Unter den Todesopfern befindet sich auf der Todesschütze - er hat sich selbst mit einer Pistole gerichtet.
Als der Amokläufer in die Menschenmasse feuerte, war das Shoppingzentrum stark besucht. Bei der ersten Feuersalve brach Panik unter den Beuschern aus, Geschäftsinhaber ließen die Rollgitter runter und schlossen die Türen. Die Besucher in den Fluren hatten so zum Teil keine Möglichkeit sich in Sicherheit zu bringen. Ein Ladeninhaber berichtet, dass er die Menschen fliehen sah - der Täter direkt hinter ihnen. Er habe daraufhin sofort seinen laden geschlossen und alles abgeriegelt. Eine andere Zeugin berichtet, dass sie sich selbst mit zwei Seniorinnen in einer Toilette verschanzt habe. Anschließend habe die Frau per Handy daheim angerufen - so erfuhr sie, dass die Polizei das
Gebäude bereits betreten hätte. Ein Man berichtet, er habe die Schießerei selbst nicht gesehen, wäre aber auf dem Weg nach draußen über eine Leiche auf dem Parkplatz gestolpert.
Das Shoppingcenter wurde inzwischen geräumt und weiträumig abgeriegelt. Die Gemeinde hat im Rathaus ein Krisenzentrum eingerichtet. Die Verletzten wurden in das Groene Hart-Krankenhaus (Gouda) und in das Rijnland-Krankenhaus (Alphen aan de Rhijn) gebracht.
Königin Beatrix der Niederlande teilte über offizielle Kanäle mit, dass sie mit den Opfern und deren Angehörigen mitleidet und dass sie sprachlos ist, wegen der unendliche große Traurigkeit, die der Bevölkerung in Alphen zu Teil wurde. Der Bürgermeister von Alphen spricht von "einer Katastrophe nie gekannten Ausmaßes". Justizminister Opstelten ist schockiert und teilt mit, dass sein Mitgefühl und seine Sorge, den Opfern und deren Angehörigen gelte. Zeugen, Beteiligte, Opfer und deren Angehörige werden derzeit in einer Kirche und auf der Polizeiwache seelsorgerisch betreut. Auch eine telefonische Informationshotline wurde eröffnet.
Quelle:
NOS.NL