Im Naturschutzreservat "Denlynian and Temari Wildlife sanctuary" in Simbabwe ist es zu einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes gekommen. Eindringlinge haben die Schutzzäune über eine Strecke von sieben Kilometern niedergerissen und eine illegale Siedlung errichtet. Die Illegalen leben nun seit zwei Monaten im Reservat und haben während dieser Zeit hunderte Tiere abgeschlachtet. Die Zebra-Population wurde so von 870 auf 160 dezimiert. Auch 560 Elenantilopen wurden abgeschlachtet, sieben davon diese Woche. Den Wilderern geht es dabei nur um die Tierhäute; diese werden nach der Schlachtung direkt über die Grenze nach Süd-Afrika geschmuggelt.
Die Wilderer nennen sich selbst die "Zhove Conservancy Cooperative", aber diese Gruppe ist illegal und nirgendwo als Tierschutzgruppe registriert. Ermittlungen zufolge, sind die Mitglieder dieser Gruppe überwiegend Anhänger von Präsident Mugabes Partei oder regionale Behördenvertreter, die sich in der Vergangenheit über die verlassenen Grundstücke der einstigen weißen Besitzer hergemacht haben.
Der Eigentümer des privaten Naturschutzgebietes hat eine Klage gegen die "Zhove Conservancy Cooperative" gewonnen, aber die Mitglieder weigern sich, das Urteil an zu erkennen bzw. das Gebiet zu verlassen und die Tiertötungen ein zu stellen.
Quellen:
SW Radio Africa news - The Independent Voice of Zimbabwe
The Associated Press






