Vor wenigen Tagen haben Archäologen ein Grab im flevoländischen Swifterbant entdeckt, in dem sich menschliche Skelettreste befinden. Das Grab wurde dank seiner Lage unterhalb des Grundwasserspiegels konserviert. Am Fundort werden derzeit das Alter und Geschlecht der Person untersucht. Aufgrund der Lage des Grabes auf einer alten Düne wurde die Grablege auf den Zeitraum zwischen etwa 8000 - 4500 v.Chr. datiert. Das Grab wird in den kommenden Tagen freigelegt und untersucht werden. Das älteste erhaltene Skelett der Niederlande ist bisher das von
Trijntje aus Hardinxveld-Giessendam, welches im Jahr 1997 beim Bau der Betuweroute entdeckt worden ist. Die Datierung dieses Grabfundes ist auf 5500 v. Chr. bestimmt worden.
In den letzten Monaten wurde deutlich, dass dieser Fundort, ein Jagd-Lager, älter ist als bisher angenommen. Die Bewohner der Dünen stammten aus der mittleren Steinzeit, dem Zeitalter der Jäger und Sammler. Während des ganzen Jahres, zogen kleinen Gruppen von nicht mehr als zwanzig Menschen von Ort zu Ort, um Nahrung zu jagen. Sie verfügten nicht über feste Behausungen. Geburt und Tod gehörten zum Nomadenleben. Die Lebenden zogen weiter, die Toten blieben zurück.
Nicht jedermann wurde während der mittleren Steinzeit mit Sorgfalt bestattet. Lose Skelettteile führen mit großer Regelmäßigkeit die Ausgrabungen an, jeweils mit oder ohne Fraßspuren von Tieren. Dies deutet darauf hin, daß es anscheinend mehrere Möglichkeiten gab, die Toten zu bestatten. Die Person, die jetzt in der Baugrube gefunden wurde, hatte nachweislich Anspruch auf Bestattung in einem großen, länglichen Grab. Eine ausführliche Prüfung des Grabes, Skelettes und aller Gegenstände, die gefunden wurden, soll mehr Klarheit über die Beisetzungsrituale schaffen.
Quelle:
archeologien23flevoland.nlÜbersetzung: hostmaster