Die zahlreichen Mahouts Thailands leiden unter wirtschaftlicher Not. Seit Jahrtausenden lebten die Elefanten friedlich in Wäldern oder wurden, wenn der Mensch ihrer Arbeitskraft bedurfte, eingefangen. Mit der Globalisierung erreichte der gesellschaftliche Verfall der imposanten Tiere ihren Höhepunkt - mit allen negativen Begleiterscheinungen. Zuerst entwurzelten die Menschen Tausende wilder Elefanten ihrer Biotope und zähmten sie, um mit ihrer Hilfe die wertvollen Edelhölzer der Urwälder zu ernten. Auf die Tropenholzhausse folgte die Krise. Um die letzten verbliebenen Urwälder zu schützen, stoppte Thailands Regierung vor 21 Jahren den Holzeinschlag und lieferte mit dieser Entscheidung das Heer der Arbeitselefanten samt ihrer Führer Arbeitslosigkeit und daraus resultierender Armut aus.
Eine Rückkehr der domestizierten Elefanten in die Wildnis ist nicht möglich. Das Warten auf den altersbedingten Tod der Elefanten würde sich über Jahrzehnte hinziehen. Ein Abschlachten der eindrucksvoll auftretenden Tiere wäre in Thailand verpönt, denn der Elefant gilt in den Kulturen Süd- und Südostasiens seit jeher als eine der wichtigsten Gottheiten, Ganesha.
Die heilenden Massagen retten somit den Dickhäutern das Leben. Auserwählte dürfen sich auf ein Handtuch legen, um sich zart von dem Rüssel oder Fuß "massieren" zu lassen. Die Zuschauer dieses Procederes werden mit Hilfe kleiner extravaganter Darbietungen erheitert. Frauen wie Männer werden sanft vom Rüssel gewiegt. Vor 100 Jahren lebten noch mehr als 100.000 Elefanten in Thailand. Seitdem ist ihre Zahl dramatisch zurückgegangen. "Heute sind es nur noch 5000", berichtet die Asian Elephant Foundation of Thailand.
welt.de





