Seit der zweiten Maiwoche sind vermehrt Personen an dem sogenannten hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) erkrankt. Die Fälle traten vor allem in Norddeutschland auf, es gibt aber auch vorläufige Meldungen aus Süd- und Ostdeutschland. Die Zahl der schweren Verläufe (über 40 HUS-Fälle) in einem kurzen Zeitraum ist sehr ungewöhnlich, auch die betroffenen Altersgruppen sind untypisch. Aktuell sind vor allem Erwachsene, überwiegend Frauen, betroffen. Bislang gehen die Behörden von mehr als 200 Erkrankungen oder Verdachtsfällen aus.
Bisher konnte kein konkretes Lebensmittel als Infektionsquelle identifiziert werden. Verbraucher können das Risiko einer EHEC-Infektion aber minimieren, indem sie alle Lebensmittel vor dem Verzehr ausreichend erhitzen (Kerntemperatur mindestens 70°C für 10 Minuten). Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass rohes Fleisch oder Rohmilch ,die in Zusammenhang mit EHEC häufig als Überträger-Lebensmittel identifiziert werdendie Ursache des aktuellen Ausbruchs darstellen.
Robert-Koch-Institut





