Im Rahmen eines Erdrutsches sind Felsbrocken und Sand auf der spanischen Ferieninsel auf einen beliebten Badestrand gestürzt und haben sechs Personen unter sich begraben. Zwei Frauen, eine 55-jährige Britin und eine 22-jährige Spanierin, wurden von den Rettungsmannschaften tot geborgen. Mindestens vier weitere Badegäste wurden nach Angaben der Behörden unter dem abgestürzten Gestein vermisst. Bei den Bergungsarbeiten waren neben 150 Soldaten einige Rettungsdienste vor Ort, um mit Hacken und Schaufeln nach den Verschütteten zu suchen. Später wurden sie durch zwei Hunde und drei Bulldozer unterstützt.
Das Unglück ereignete sich gegen 16:00 Uhr an der Steilküste Los Gigantes im Südwesten der kanarischen Insel. Ein rund 40 Meter breiter Klippenstreifen rutschte auf den Strandabschnitt, der wegen seiner Felsformationen bekannt ist. Der Küstenstreifen war zum Zeitpunkt des Unglücks aufgrund des sommerlichen Wetters von rund 70 Menschen aufgesucht worden.
Vor vier Wochen waren ebenda schon einmal Felsbrocken auf den Strand abgestürzt. Dabei war aber niemand verletzt worden. Augenzeugen berichteten, an der Unglücksstelle habe seither ein Badeverbot gegolten. Der betroffene Strandabschnitt sei mit einem Plastikband abgesperrt gewesen.
Quelle:
La Opinión de Tenerife