125 Jahre lang war Rio de Janeiro die Hauptstadt Brasiliens, bis es 1960 von Brasília in dieser Funktion abgelöst wurde. Doch nach wie vor gilt Rio als eine der schönsten Städte der Welt. Ein brasilianisches Sprichwort sagt, dass von den sieben Tagen, die Gott zur Erschaffung der Welt gebraucht hat, er allein zwei für Rio verwendet hat. Idyllisch gelegen zwischen Bergen und den berühmten Meeresstränden wie der Copacabana, Ipanema oder Leblon, bildet Rio das kulturelle und touristische Zentrum Brasiliens. Neben der eindrucksvollen und allseits bekannten 40 Meter hohen Christusstatue auf dem Corcovado hat vor allem der prunkvolle Karneval Rio de Janeiro zu einem weltberühmten Wahrzeichen überschäumender südamerikanischer Lebensfreude gemacht. Die Bewohner dieser pulsierenden Metropole, die Cariocas, sind freundliche Menschen, die sich gern viel Zeit nehmen, um das Leben zu genießen. Brasilien gilt als Schmelztiegel der Rassen. Hier vermischen sich Europäer, einheimische Indios, afrikanische Sklaven und Einwanderer aus Asien. Natürlich hat auch Rio seine weniger fröhlichen Seiten. Wie in vielen anderen Großstädten gibt es auch hier Elendsviertel, die Favelas. Doch trotz der offensichtlichen Armut wird in keiner anderen Stadt des Landes Lebenslust und Sinnlichkeit so offen zur Schau getragen wie in Rio de Janeiro.




