Berlin: Pergamonmuseum zeigt wertvolle Oppenheim-Sammlung

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Berlin: Pergamonmuseum zeigt wertvolle Oppenheim-Sammlung

Ungelesener Beitrag#1von Mistrinanka » Sonntag 30. Januar 2011, 20:01

Max Freiherr von Oppenheim entdeckte 1911 den Palast von Tell Halaf und seine Schätze. Der Hobbyarchäologe brachte die ausgegrabenen Steinskulpturen, Schmuckstücke und andere Kostbarenkeiten eines eines Aramäer-Fürsten 1929 nach Deutschland. Allerdings durfte er nur die Hälfte des wertvollen Schatzes außer Lande bringen. Er hatte sich mit Syrien - nach jahrelange Streitigkeiten - auf eine Teilung des Fundes geeinigt.

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<script type="text/javascript" src="http://www.google.com/buzz/api/button.js"></script>[/html]Von 1930 bis zur Zerstörung 1943 waren die Oppenheim-Funde im ]Tell-Halaf-Museum in Berlin zu sehen. Die Leute standen Schlange vor dem Museum und bald war Oppenheim so berühmt, wie es auch Heinrich Schliemann nach der Entdeckung des Schatz des Priamos wurde. Viele berühmte Leute kamen ins Museum, wie etwa der irakische König Faisal I., Autor Samuel Beckett und die Autorin Agatha Christie, die sogar schrieb, dass Oppenheim persönlich sie durch das Museum geführt habe.

Und dann geschah die Katastrophe: 1943 wurde das Museum durch eine Phosphorbombe getroffen. Es war ein Volltreffer und die wertvollen Skulpturen zerbersteten in 27.000 Basaltstücke. Kalksteinblöcke und Gipsabgüsse waren schon durch die Hitze vernichtet worden, das kalte Löschwasser auf den Basaltskulpturen tat dann den Rest und alles zersprang buchstäblich in 1.000 Stücke. Aus den Berichten der Zeit, weiß man, dass das Museum mehrere Tage brannte. Als das Dach einstürzte, loderten die Flammen darunter munter weiter, wie in einem Backofen. Oppenheim war nicht vor Ort, als die Katastrophe geschah, er befand sich auf der Flucht und wollte nach Dresden. Er bat Walter Andrae, Direktor der Vorderasiatischen Sammlung, um Hilfe. Diese hatte allerdings keine Ahnung, wie man 27.000 Basaltsplitter bergen könne und was man damit tun soll... Am Ende ließ Andrae alles auf neun LKW laden und die Splitter wurde in die Rohrkeller des Pergamonmuseums gedümpt. Danach schaute niemand mehr auf den Haufen Basalttrümmer... mehr als 60 Jahre lagen die Steinsplitter völlig unbeobachtet herum...

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Erst 1993 schaute man in die Kellerräume und entdeckte dort die Splitter. Dabei entdeckte man, dass es vielleicht möglich wäre, einige der Skulpturen wieder zusammen zu setzen. 1995 zogen die Splitter erneut um, da die Kellerräume andersweitig verwendet werden sollten. Die 27.000 Teilchen landeten in einem Außendepot der Staatlichen Museen. Eine Fabrikshalle in Berlin-Friedrichshagen sollte dann den Wissenschaftler als Arbeitshalle dienen und 2001 fing man dann mit der Arbeit an. Dabei bemerkte man, dass fast 90 Prozent der Splitter eindeutig individuelle Skulpturen zu zu ordnen sind. Das erleichterte ihnen die Arbeit. Außerdem benutzte man "Puzzle-Vorlagen" - die alte Fotos des Vorderasiatischen Museums und Aufnahmen von der ursprünglichen Ausgrabungsstätte.

Die Restaurierung der wertvollen Skulpturen hat neun Jahre gedauert. Sie sind vom 28. Januar bis zum 14. August im Rahmen einer Sonderausstellung im Pergamonmuseum zu besichtigen. Das Motto der Ausstellung lautet: "Die geretteten Götter aus dem Palast vom Tell Halaf". Sonderwebseite zur Ausstellung.

Information von der Sonderwebseite:
Im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel Berlin wurde am 27. Januar 2011 im Beisein von über 1000 Gästen, darunter Riad Ismat, Minister für Kultur der Syrischen Arabischen Republik und Christopher Freiherr von Oppenheim, Kuratorium der Max Freiherr von Oppenheim-Stiftung, die große Sonderausstellung des Vorderasiatischen Museums "Die geretteten Götter aus dem Palast vom Tell Halaf" feierlich eröffnet


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Re: Berlin: Pergamonmuseum zeigt wertvolle Oppenheim-Sammlung

Ungelesener Beitrag#2von manu63 » Montag 31. Januar 2011, 09:36

Was für eine Puzzlearbeit, aber es hat sich wohl gelohnt.
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