Besuch kommt nur tagsüber nach Cabrera, wenn irgendwann zwischen zehn und elf am Vormittag das erste Ausflugsschiff aus Mallorca festmacht - und spätestens nachmittags um fünf wieder ablegt. Besucher dürfen nur bei Tag kommen, nicht über Nacht bleiben - es sei denn, sie befinden sich an Bord eines Schiffes und haben in der weit geschwungenen, geschützten Bucht von Es Port unterhalb der Festung aus dem 14. Jahrhundert geankert.
Bis zu 50 Boote dürfen dort zeitgleich liegen - jedoch nur nach jeweiliger Voranmeldung bei der Nationalpark-Behörde in Palma, im Hochsommer nur für eine, in den Monaten davor und danach für maximal zwei aufeinanderfolgende Nächte, von Oktober bis Mai für bis zu einer Woche. Da die Nachfrage nach Liegeplatz-Lizenzen das Angebot übersteigt, sollte man sich gut einen Monat im Voraus anmelden. Wegen der unerwarteten Abgeschiedenheit ist die Bucht von Es Port sehr beliebt.
Die Gefahr einer Verstädterung besteht dennoch nicht, denn Pläne eines Baukonzerns, die einen Yachthafen mit Einkaufszentrum und Hotels mit 3000 Zimmern auf Cabrera vorsahen, wurden nicht realisiert. Schinkenbrote und Oliven gehören zu den regionalen Spezialitäten des Archipels.
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