Sollten sich die Demokraten und Republikaner in den Vereinigten Staaten heute vor Mitternacht nicht einig werden über den Etat, werden viele Sehenswürdigkeiten mit einer Schließung rechnen müssen. Von der Schließung bedrohte Sehenswürdigkeiten sind unter anderem die Freiheitsstatue, der Grand Canyon, der Yellowstone National Park oder auch die Gefängnisinsel Alcatraz. Touristen, die sich aktuell in den Vereinigten Staaten aufhalten, könnten also morgen vor geschlossenen Türen stehen, sollten die Regierungsparteien sich in den nächsten Stunden nicht einigen können.
Der Grund ist beim Finanzloch in der Staatskasse zu suchen. Präsident Obama und der Kongress können sich nämlich nicht über die benötigten Sparmaßnahmen einigen. Sollten die Parteien bis Mitternacht keine Einigung getroffen haben, tritt der so genannte "Government Shutdown" in Kraft. Dies bedeutet, dass große Teile vom Staatsapparat einfach abgeschaltet werden - nur lebenswichtige Staatsorgane (wie etwa die Polizei, Flugkontrollen, medizinische Dienste, Justizorgane, Militär usw.) dürfen dann aktiv bleiben.
Da fast alle große Sehenswürdigkeiten der USA durch die Regierung kontrolliert und verwaltet werden, bedeutet dieser "Government Shutdown", dass die Attraktionen zuerst von der Stilllegung betroffen sein werden. So verwaltet die Regierungsbehörde "Park Service" derzeit 349 Objekte. Diese müssten dann alle geschlossen werden - auch Alcatraz und die Freiheitsstatue, die durch diesen "Park Service" verwaltet werden.
Die Nationalparks in den Vereinigten Staaten ziehen täglich etwa 80.000 Besucher an. Tritt der "Government Shutdown" tatsächlich in Kraft, bedeutet dies, dass alle Parkwächter abgezogen und Touristen nicht mehr in die Erholungsgebiete gelassen werden. Auch die Campings und Hotels in den Nationalparks müssen dann die Gäste wegschicken. Sollte dieser Fall wirklich um Mitternacht eintreten, würde dies mehrere Tausend Stellen kosten und einen finanziellen Verlust von mehrere Millionen Dollar pro Tag und das nur im Bereich Sehnswürdigkeiten. Insgesamt arbeiten etwa 800.000 im Staatsdienst - diese müssten bei einem Shutdown alle um ihren Job bangen, zumindest vorübergehend.
Quelle:
Telegraaf.nl.