Reiseführer Olmütz - Tschechische Republik

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Reiseführer Olmütz - Tschechische Republik

Ungelesener BeitragAutor: Mistrinanka » Dienstag 15. Februar 2011, 08:45

Olomouc (Olmütz) liegt etwa 500 Kilometer südwestlich von Berlin und ist eine, historisch gesehen, interessante Stadt mit etwa 100.000 Einwohnern. Viele historische Gebäude: Ein Gebäude ist ein architektonisches Bauwerk.
', CLICKCLOSE, true, PADDING, 8, ABOVE, true);\" onmouseout=\"UnTip();\" style=\"cursor:help;font-weight:bold;text-decoration:none;border-bottom-width:1px;border-bottom-style:dashed;\" title=\"Gebäude: Ein Gebäude ist ein architektonisches Bauwerk.\">Gebäude sind bis heute erhalten geblieben. Olomouc besitzt, nach Prag, die meisten Monumente Tschechiens und bietet den Touristen Museen, Galerien, Clubs, Kinos, Restaurants und Hotels. Im Sommer ist die Innenstadt voll, die Terrassen gut besucht und es flattert ein Hauch von süd-europäischem Flair durch die Straßen.

Geschichte


Olmütz ist schon sehr alt und bei verschiedenen archäologischen Ausgrabungen in und um der Stadt herum, wurden unter anderem Steinwerkzeuge entdeckt, deren Alter man auf 40.000 bis 10.000 Jahre schätzt. Als wichtigster historischer Zeitpunkt in der Geschichte von Olmütz wird der Anschluss vom heutigen Südmähren an den Premyslidenstaat gesehen. So war es Bretislav, der Sohn des Fürsten Oldrich, der sich als erster mährischer Fürst um 1030 in Olmütz niedergelassen hatte. Eine erste Erwähnung von der "Burg Olmütz" findet man heute noch in der sogenannten "Chronik des Kosmas" aus dem Jahr 1055. Im Jahr 1063 gründet der Fürst Vratislav in Olmütz ein neues Bistum. Irgendwo zwischen 1239 und 1246 fand die Gründung der königlichen Stadt Olmütz statt. Leider ist die Gründungsurkunde nicht erhalten geblieben.

König Premysl Ottakar II. verlieh Olmütz im Jahr 1261 erstmals das Recht und - zur damaligen Zeit sicher auch ein Privileg - Jahrmärkte abzuhalten und ein Kaufmannshaus innerhalb den Stadtmauern zu errichten. Zwischen 1315 und 1492 kam es zu mehreren große Katastrophen in der Stadt. So grassierte die Pest volle zwei Jahre in Olmütz (1315 – 1316) Ein großer Stadtbrand sorgte 1397 für die Zerstörung der halben Stadt, die damals überwiegend aus Holzbauten bestand. Kaum wieder aufgebaut, wurde die Stadt durch die Hussitenkriege getroffen und viele Ketzer landeten 1415 auf den Scheiterhaufen. Das ging dannn lange Zeit hin und her, bis dann 1437 64 Hussiten hingerichtet wurden. Keine 20 Jahre später (1451), gingen die Religionsstreitigkeiten wieder von vorne los. Der Generalvikar des Minoritenordens Jan Kapistrán, startet seine Predigten gegen Hussiten und Juden, was zur Folge hatte, daß 1454 alle Juden einfach aus der Stadt hinaus geworfen wurden.

1621 folgte dann noch ein erfolgloser Versuch um die Einnahme von Olmütz durch den Markgrafen Jan Jirí. Dabei wurden alle Olmützer Vorstädte die im Weg waren einfach plattgebrannt. Danach haben es noch die Schweden und die Türken versucht, sich in Olmütz breit zu machen aber beide Völker scheiterten bei diesem Versuch. Die Schweden haben Olmütz sogar zehn weitere Jahre belagert, ohne die Stadt endgültig einnehmen zu können. Die Olmützer machten kurzen Prozess mit den fremden Truppen. Auch die Preußen haben später noch versucht die Stadt ein zu nehmen, aber diese hatte sich im Jahr 1655 inzwischen zu einer wahren Festungsstadt entwickelt und so gingen dann letztendlich auch die Preußen erfolglos nach Hause. In den kommenden drei Jahrhunderten, wüteten dann auch noch einige Großbrände durch die Festungsstadt und auch die Pest raftte noch zweimal einen Großteil der Bevölkerung dahin.

Interessante Persönlichkeiten


General Lafayette
Dieser General floh über Nacht aus der französischen Armee und landete prompt in österreichische Gefangenschaft. Er wurde kurzerhand von 1794 bis 1797 in Olmütz in der Jesuitenkaserne interniert. Seine Frau und seine Tochter lebten die letzten zwei Jahre seiner Gefangenschaft gemeinsam mit ihm in seiner Zelle.

Wolfgang Amadeus Mozart
Anno 1767 flüchtete Mozart mit seinen Eltern und seiner Schwester aus Wien nach Olmütz um dort vor der Pocken-Epidemie Schutz zu suchen. Während er sich hier von den Anstrengungen der Reise erholte, schrieb der junge Mozart seine 6. Symphonie in F-Dur.

Wissenswertes


Olmütz ist schon längst keine mächtige Festungsstadt mehr. Als man im 19. Jahrhundert die Stadttore öffnete, erblühte die kleine Stadt im vollen Glanz und wurde weltberühmt durch die herrlichen Parks in und um die Stadt. Industrie gibt es auch heute kaum bis nicht in Olmütz, aber die Bürger sehen das nicht negativ. Die Stadt ist schön sauber, hat das ruhige Klima einer verschlafenen Universitätsstadt (Palacky-Universität mit 8.500 Studenten), romantische Ecken die einem an die Vergangenheit erinnern und prachtvolle barocke Monumente die durch viele Städte beneidet werden. Olmütz ist heute übrigens das das zweitwichtigste Wirtschafts- und Verkehrszentrum in Nordmähren.

Trotz aller Ruhe, ist Olmütz kein verschlafenes Nest. Neben der bereits erwähnten Universität Palacky mit seinen sieben Fakultäten lässt das kulturelle Leben in Olmütz keine Wünsche offen. So findet man in Olmütz ein Theater, eine Philharmonie, ein Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände
', CLICKCLOSE, true, PADDING, 8, ABOVE, true);\" onmouseout=\"UnTip();\" style=\"cursor:help;font-weight:bold;text-decoration:none;border-bottom-width:1px;border-bottom-style:dashed;\" title=\"Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände\">museum-ausstellung-galerie/kunstmuseum-olmuetz-158164">Kunstmuseum, ein Volksmuseum und eine ganze Reihe von privaten Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände
', CLICKCLOSE, true, PADDING, 8, ABOVE, true);\" onmouseout=\"UnTip();\" style=\"cursor:help;font-weight:bold;text-decoration:none;border-bottom-width:1px;border-bottom-style:dashed;\" title=\"Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände\">museum-ausstellung-galerie/fg_10=180">Museen, Galerien und Ausstellungen. Langeweile kommt hier eigentlich nie auf, es sei denn, man steht nur auf Disko und Rambazamba. Es gibt aber auch diverse Kinos und sogar ein paar Diskotheken.

Für die Blumenliebhaber sollte man den Ausstellungspark Flora erwähnen, wo jedes Jahr eine große internationale Blumenschau veranstaltet wird. In den Ausstellungshallen der Flora wird auch jedes Jahr die Buchmesse Libri veranstaltet.

Unbedingt mitnehmen auf einem Ausflug nach Olmütz: gutes Schuhwerk, Fotokamera, evtl. Malutensilien, Proviant. Das Auto sollte man allerdings vor den Stadttoren parken – im Stadtkern sind Autos verboten.

Sehenswürdigkeiten


Die meisten Sehenwürdigkeiten, findet man im historischen Stadtkern von Olmütz, der seit dem Jahr 2000 auf der Denkmalliste der UNESCO steht. Das Rathaus von Olmütz ist ein Geschenk an die Bürger der Stadt gewesen. Der gütige Geber, war König Premysl Otakar der Zweite. Angefangen mit dem Bau hat man in 1378. Leider kann man davon heute kaum mehr etwas sehen, denn bereits vor 1444 wurde das Rathaus komplett umgebaut und modernisiert, so dass vom ursprünglichem Rathaus kaum etwas übrig blieb. Die Bürger der Stadt waren damals schon sehr fortschrittlich und gingen auch beim Bau mit der Mode, denn 1474 hat man das Rathaus schon wieder modernisiert – jetzt wurde es komplett im gotischen Stil überarbeitet. 1539 hat man dann ein letztes Mal größere Baumaßnahmen am Rathaus vorgenommen und so erstrahlt es bis heute in einem imposanten Renaissancestil. Wer sich die Mühe nimmt, die Stufen des Turmes zu erklettern (75 Meter hoch), wird einen herrlichem Blick über die Stadt genießen.

Angrenzend am Rathaus findet man den Palast der Přemysliden. Die ersten Fundamente des Palastes stammen noch aus dem 12. Jahrhundert. Die ursprüngliche Anlage ist aber abgebrannt und wurde im romanischen Stil erbaut (heute nennt man die Anlage deshalb auch schonmal "romanischer Palast"). Nachdem das Geschlecht der Přemysliden dann gänzlich ausgestorben war, überließen die Stadtväter von Olmütz die Palastanlage der Geistlichkeit, die früher den Fürsten gedient hatte, die dann um die Jahrhundertwende des 17. bzw. 18. Jahrhundert einen erneuten Umbau vornehmen ließ. Nachdem im 20. Jahrhundert die gesamte Palast-Anlage komplett renoviert wurde, steht sie seit 1988 wieder für die Öffentlichkeit offen und kann besichtigt werden. Im Interieur kann man unter anderem ein Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände
', CLICKCLOSE, true, PADDING, 8, ABOVE, true);\" onmouseout=\"UnTip();\" style=\"cursor:help;font-weight:bold;text-decoration:none;border-bottom-width:1px;border-bottom-style:dashed;\" title=\"Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände\">Museum sowie einige archäologische Ausgrabungstätten besuchen. In den Räumlichkeiten finden auch regelmäßig Wechselausstellungen und Kammerkonzerte statt. Der Palast ist über den Garten mit den dahinterliegenden Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände', CLICKCLOSE, true, PADDING, 8, ABOVE, true);\" onmouseout=\"UnTip();\" style=\"cursor:help;font-weight:bold;text-decoration:none;border-bottom-width:1px;border-bottom-style:dashed;\" title=\"Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände\">museum-ausstellung-galerie/erzdioezesemuseum-139223">Palast des Erzbischofes bzw. mit dem Erzdiözesemuseum verbunden - die beiden Anlagen ergänzten sich einst.

Wer das astronomische Uhrwerk in Prag kennt und dann mit der Uhr hier in Olmütz vergleicht, wird sehr enttäuscht sein. Die Uhr befindet sich in einer Nische an der Seitenwand des Rathauses. Leider ist sie nicht mehr komplett und auch ihr Aussehen entspricht nicht mehr dem Original. Während die Russen in der Tschechischen Republik ihre Macht ausübten, wurden alle religiöse Figuren und Statuen von der Uhr entfernt und durch die schmucklose Ornamente ersetzt, die man heute sehen kann. Das Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände', CLICKCLOSE, true, PADDING, 8, ABOVE, true);\" onmouseout=\"UnTip();\" style=\"cursor:help;font-weight:bold;text-decoration:none;border-bottom-width:1px;border-bottom-style:dashed;\" title=\"Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände\">museum-ausstellung-galerie/erzdioezesemuseum-arcidiecezni-muzeum-139223">Erzdiözesemuseum (Arcidiecézní muzeum) findet man im Palast des Erzbischofs und das wiederum liegt quasi auf der Rückseite des Rathauses. Wer vor der Uhr steht, braucht also nur um das Gebäude: Ein Gebäude ist ein architektonisches Bauwerk.', CLICKCLOSE, true, PADDING, 8, ABOVE, true);\" onmouseout=\"UnTip();\" style=\"cursor:help;font-weight:bold;text-decoration:none;border-bottom-width:1px;border-bottom-style:dashed;\" title=\"Gebäude: Ein Gebäude ist ein architektonisches Bauwerk.\">Gebäude herum zu gehen. Irgendwann stand hier ein kleiner Palast. Leider ging der Renaissancebau in Flammen auf und lange Jahre wucherte hier das Gras über die verkohlten Resten. Zwischen 1665 und 1685 wurde dann der heutige Palast über die Ruinen gebaut. Der Palast hat sich gut gehalten und sieht fast noch so aus, als wie er gebaut wurde. Nur ein paar Teile im Giebel, wurden irgendwann im 19. Jahrhundert ersetzt. Zu empfehlen ist ein Rundgang durch die vielen Säle im Palast - vorausgesetzt der Erzbischof ist nicht im Haus, denn dann ist für Besucher geschlossen. Wer auf alte Gemälde steht, sollte sich unbedingt mal im Palast umsehen. Hier findet man eine überwältigende Kollektion alte holländische Meisterwerke – die meisten stammen aus dem Barock. Auch die Säle mit flunkerndem Kristall und himmlischem Porzellan, laden zum Träumen und Staunen ein.

Eine Sehenswürdigkeit, die man leider nur von außen betrachten kann, denn das Kloster fungiert heute als Stadtklinik. Es liegt etwas außerhalb von Olmütz und wurde auf einem uralten Grabhügel gebaut. Ein Rundgang durch die Gärten ist allerdings erlaubt und an einem heißen Sommertag auch wirklich zu empfehlen. Wer sich für Architektur interessiert, wird über eine Stunde brauchen, um einmal das Komplex zu umrunden und zu bewundern. Ursprünglich hatte Olmütz fünf Stadttore. Heute steht davon jedoch nur noch das Theresientor, dass extra für Maria Theresia gebaut wurde, als sie Olmütz besuchte. An sich stellt das Tor nichts vor, aber auch hier dürfte die beeindruckende Architektur ein imposantes Motiv für Fotografen und Maler hergeben. Das Premyslidenmonument, ist das älteste Bauwerk in Olmütz. Bis 1867, wusste man zwar, dass es diesen Palast mal gegeben hatte, aber man wusste nicht wo, bis bei Bauarbeiten die Ruine wiederentdeckt wurde. Ursprünglich (12. Jahrhundert) stellten diese Ruinen einen romanischen Palast dar, in dem junge Priester unterrichtet wurden. Später wurde ein bischöflicher Palast daraus. Die Ruinen sind faszinierend und laden ein, hier stundelang zu verweilen.

Weitere interessante Sehenswürdigkeiten sind wohl die Dreifaltigkeitssäule mit seinen 6 monumentalen Fontänen, die Domkirche, das Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände', CLICKCLOSE, true, PADDING, 8, ABOVE, true);\" onmouseout=\"UnTip();\" style=\"cursor:help;font-weight:bold;text-decoration:none;border-bottom-width:1px;border-bottom-style:dashed;\" title=\"Museum: Öffentlich ausgestellte Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände\">museum-ausstellung-galerie/kunstmuseum-olmuetz-muzeum-umeni-olomouc-158164">Kunstmuseum, die St. Anna-Kapelle, die Marienkirche, die Mauritiuskirche, die Pestsäule, die Sarkanderkapelle oder die Ruinen der Stadtmauer. Alle diese Objekte findet man im Stadtkern können im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Übernachten


Die Top-Adresse für Geschäftsleute ist das Businesshotel Alley. Es liegt sehr zentral, ist gut ausgestattet und bietet zur Entspannung auch noch ein Golfprogramm auf den nahegelegenen Golfplatz an. Einige der empfehlenswerte Hotels in Olmütz sind das Hotel Prachárna, das Hotel Gemo, das Hotel Lafayette und das Hotel Hesperia.

Das Hotel Prachárna arbeitet mit dem örtlichen Gestüt zusammen. Ihren Aufenthalt im Hotel Prachárna können man somit mit einem Ausritt (auch für Anfänger) oder mit einer Rundfahrt mit Kutsche durch die Umgebung angenehm gestalten. Bis zum Gestüt braucht man, vom Hotel aus, zu Fuß circa sieben Minuten.

Das Hotel Gemo liegt mitten im Ortskern. Das Gebäude: Ein Gebäude ist ein architektonisches Bauwerk.', CLICKCLOSE, true, PADDING, 8, ABOVE, true);\" onmouseout=\"UnTip();\" style=\"cursor:help;font-weight:bold;text-decoration:none;border-bottom-width:1px;border-bottom-style:dashed;\" title=\"Gebäude: Ein Gebäude ist ein architektonisches Bauwerk.\">Gebäude selbst stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Hotelleitung arrangiert Feste und Empfänge für bis zu 300 Personen. Übernachten kann man hier in zwei geräumigen Suiten und in 26 Doppel- und fünf Einzelzimmern.

Das Hotel Lafayette verfügt über 14 Doppelzimmer, zwei Einzelzimmer und eine Suite und bietet seit kurzem seinen Gästen einen kostenfreien WiFi-Internetzugang an. Das Hotel liegt am Rand des Ortskerns.

Das Hotel Hesperia befindet sich am Stadtrand und ist neben der Fernverkehrstrasse von Brno nach Ölmütz gelegen. Das historische Stadtzentrum ist in nur fünf Minuten mit dem Auto erreichbar.

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