Die größte Vulkaninsel der Erde - das klingt zwar gefährlich, lockt aber jedes Jahr aufs Weitere Hunderttausende nach Island. Feuerspuckende Ungetüme endlich von nahem sehen! Das wollen Sie auch? Diese sollten sie nicht verpassen
Islands Vulkane spucken wieder! Im Jahr 2010 war es der Eyjadingsbums, Sie wissen schon, der unaussprechliche Vulkan im Süden Islands, der so lange mit seiner Vulkanasche den Flugverkehr lahm legte, bis auch der letzte Nachrichtensprecher den Namen korrekt aussprechen konnte: Eyjafjallajökull. 2011 dann der Grimsvötn im Osten. Zwar nicht mit so starken Folgen für den Flugverkehr, aber er schaffte es immerhin in die Nachrichten!
Wer ist als nächstes dran? Der Hekla im Süden der Insel? Er steht auf der Liste der Wissenschaftler ganz oben, denn er brach bisher etwa alle zehn Jahre aus und der letzte Ausbruch war im Jahr 2000. Der wäre also überfällig. Oder doch der Askja in der Mitte? Immerhin gab es im Dezember 2010 ein Erdbeben direkt in der Caldera, dem Krater des Askja. Und auch nördlich des Vulkans wurden im Mai 2011 vier Beben registriert, die von einem anderen Vulkan ausgingen, der unter einem Gletscher liegt.
Nun bricht in Island alle 4-5 Jahre ein Vulkan aus. Nichts Besonderes also für die Einheimischen. Immerhin ist Island die größte Vulkaninsel der Welt und das heiße Magma ist so dicht unter der Oberfläche, dass es praktisch überall brodelt. Aber ein Ausbruch ist sehr wohl etwas Besonderes für die Touristen! Immer, wenn ein Vulkan Lava spuckt, ist das gut für den Tourismus, denn wer nach Island reist, will meist genau deswegen hin.
Wenn sich allerdings eine der vielen kleinen "Touristen-Eruptionen" in eine größere verwandelt, also etwa Aschewolken den Flugverkehr lahm legen oder Überschwemmungen durch geschmolzenes Eis hervorgerufen werden, dann hat Island ein Problem. Trotz der "Störenfriede" Eyjafjallajökull und Grimsvötn lässt die Attraktivität Islands für die jährlich ungefähr 500.000 ausländischen Besucher nicht nach. Die deutsche Reisebranche allerdings bemerkte keinen Buchungseinbruch. Island und seine Vulkane, Wale, Thermalquellen und Papageitaucher stehen noch immer hoch im Kurs.
In dieser Liste sind die zehn sehenswertesten Vulkane zusammen gestellt, an die man - mit einer Ausnahme - herankommen und besteigen kann. Doch ist immer Vorsicht geboten. Man braucht meist eine gute Kondition, Ausrüstung, Vorbereitung und am besten immer einen Führer! Für das kleine Vulkanologie-Einmaleins empfehle ich diese Seite.
Eine gute Reisezeit für Island sind die Monate Juli und August, in denen die Durchschnittstemperatur bei cirka zwölf Grad Celsius liegt. Also daran denken: Warme Klamotten mitnehmen, denn Sie können ja nicht die ganze Zeit in einer Thermalquelle sitzen!
weiter lesen ...





