Grube Messel - Zeitreise in die Welt vor 47 Millionen Jahren

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Grube Messel - Zeitreise in die Welt vor 47 Millionen Jahren

Beitrag von Hostmaster » Samstag 19. September 2009, 22:13

Bild Der anaerobe Schlamm der Grube Messel hat Lebewesen der Urzeit in hervorragendem Zustand konserviert. Einige farbig schillernde Insekten zeigen sich sogar noch in der originalen Kolorierung - auf Besucher wartet eine Zeitreise in die Welt vor 47 Millionen Jahren.

Ihren außerordentlich guten Erhaltungszustand verdanken die in Messel geborgenen Fossilien einer vulkanischen Explosion. Glühende Magma stieg damals durch Risse im Tiefengestein auf und erreichte das Grundwasser. Dessen schlagartige Erhitzung ließ den dabei entstehenden Dampf mit gewaltigem Druck die Erdoberfläche aufreißen. Der in etwa einen Kilometer breite und ungefähr 200 Meter tiefe Krater füllte sich anschließend mit Wasser. So entstand vor 47 Millionen Jahren der "Messel-See", ein Maar, wie man sie noch in der Eifel anfindet. Letztere sind allerdings nur wenige zigtausend Jahre alt.

Wegen seiner großen Tiefe bei einer relativ geringen Oberfläche zeichnete sich der Messel-See durch eine ökologische Besonderheit aus: Eine Verwirbelung der untersten Wasserschichten mit sauerstoffreicher Luft stagnierte, es gab keinen Austausch mit der Oberfläche im Rahmen der Frühjahrs- oder Herbstzirkulation und somit auch keinen Sauerstoffeintrag. In der Tiefe entstand ein lebensfeindliches sauerstoffarmes Milieu, in dem nur wenige anaerobe Bakterienarten gediehen. Tote Tiere, die dort hinein sanken, konnten weder richtig verwesen noch Carnivoren als Nahrung dienen. Faulschlamm bedeckte die Kadaver und konservierte sie weitgehend - bis zum heutigen Tag. Auch zahlreiche Pflanzenteile blieben so erhalten.

Im Laufe der Zeit verlandete der See. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden seine Reste beim Bau einer Eisenbahnlinie entdeckt. Aus dem Schlamm war im Laufe der Jahrmillionen ein Tongestein geworden, welches man als "Ölschiefer" bezeichnete. Der Abbau der enthaltenen Mineralöle begann und bereits 1900 erhielt Messel eine eigene Raffinerie, die 62 Jahre lang in Betrieb blieb. Nach ihrer Stilllegung sollte die etwa 70 Meter tief ausgehobene Grube zur Mülldeponie umgewandelt werden - ein Vorhaben, welches am massiven Widerstand einer Bürgerinitiative und der Gemeinde scheiterte.

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